Bitte schon mal vormerken: Die Allgemeine Abgabefrist für das abgelaufene Steuerjahr 2015 endet am Dienstag, den 31. Mai d.J.!

Wer diese Frist verpasst, muss mit Verspätungszuschlägen rechnen, die auch Erstattungsfällen angesetzt werden kann. Daher sollte frühzeitig mit dem Sortieren von Belegen etc. begonnen werden.

Wer genügend begründet, kann eine Fristverlängerung beantragen oder einen Steuerberater beauftragen, der automatisch für seinen Mandanten eine Frist zum 31.12. des Folgejahres bekommt. Soweit – wie in diesem Jahr- die Frist an einem Samstag oder Sonntag abläuft, muss die Steuererklärung am 2.1.2017 im Finanzamt sein.

Bei Arbeitnehmern gilt diese Fristenregelung aber nur dann, wenn ein Freibetrag gewährt, eine besondere Steuerklasse gewählt oder bei mehreren Arbeitsstellen gearbeitet wurde. Nur dann handelt es sich um eine Pflichtveranlagung. Wer nur Arbeitslohn aus einem normal besteuerten Arbeitsverhältnis bezogen hat, kann sich mehr Zeit für eine Antragsveranlagung lassen. Das macht aber keinen Sinn, denn es kommt in diesen Fällen regelmäßig zu Steuererstattungen, die zwar nach Ablauf einer fünfzehnmonatigen Karenzzeit verzinst werden, was aber einen ggf. mehrjährigen Liquiditätsverlust ausmacht. Diese Möglichkeit verfällt dann auch nach Ablauf der vierjährigen Festsetzungsverjährung meist nach fünf Jahren seit den Steuerabzügen auf dem Lohnzettel.

Für Unternehmer gilt i.d.R. das gleiche wie für Arbeitnehmer, die einer Pflichtveranlagung unterliegen.

Auch viele Senioren mit einem Rentenbezug unterliegen der Pflichtveranlagung. Das hängt von der Höhe der gesamten Rentenbezüge (Rente, Betriebsrente, Privatrente) und des Renteneintrittsalters ab. Dabei gilt, je früher der Rentenbezug beginnt, desto mehr Rente bleibt steuerfrei. Ob darüber hinaus eine Steuerpflicht besteht, muss also vor dem 31.5. geklärt sein.

Wer sämtliche Einzelheiten der Fristenregelungen erfahren möchte, schaut am besten in die Verwaltungsanweisung vom 4. Januar 2016 des Bundesministeriums der Finanzen.