Bis einschließlich 2011 konnten Arbeitnehmer  die Entfernungspauschale von 30 Cent pro Entfernungskilometer statt der tatsächlichen Kosten für Fahrten zum Arbeitsplatz steuerlich alternativ absetzen. Fielen diese  höher aus, galt der größere Ansatz uneingeschränkt als Werbungskosten bei den Einkünften aus nicht selbständiger Arbeit.

Seit 2012 können zwar weiterhin die Entfernungspauschalen auch bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln angesetzt werden, aber die tatsächlichen Kosten nur dann, wenn diese die maximalen Pauschalen auch übersteigen. Ein Beispiel soll das veranschaulichen:

Der Arbeitnehmer nutzt den PKW an 165 Tagen für 90 km zur Arbeitsstätte . Die Werbungskosten betragen € 4.455.- Weitere 55 Tage fährt er mit dem Bus zum fünf km entfernten Arbeitsplatz, wofür € 83.- anzusetzen sind. Zusammen also € 4.538.- Werbungskosten. Die Fahrkarten kosten Ihn € 210.-, die jetzt nicht mehr (statt der € 83.-) abgesetzt werden können, weil die Gesamtkosten nicht überschritten sind. Ein BMF-Schreiben vom 3.Januar 2013 erläutert weitere Auswirkungen der Pauschalbesteuerung.